Sichtlich zufrieden – Laudatoren und Organisatoren zusammen mit den Preisträgern nach der offiziellen Ehrung.
© Handwerkskammer Flensburg

Wirtschaftsminister lobt vorbildliche Betriebe

Drei Betriebe ausgezeichnet sowie zwei Sonderpreise vergeben

erstellt am 7. Dezember 2017

Flensburg/Lübeck/Kiel
Insgesamt 15.000 Euro Preisgeld flossen im Jahr 2017 beim VR-Förderpreis Handwerk an vorbildliche Handwerksbetriebe aus Schleswig-Holstein. Als Schirmherr nahm Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz heute persönlich die Ehrung der Sieger in Kiel vor.

Keine leichte Wahl für die Jury

Die Jury ist besetzt mit Vertretern der Handwerkskammern, Vertreter aus dem Wirtschaftsministerium sowie Herrn Paetau, Mitarbeiter der VR Bank.

Bereits zum 16. Mal riefen die VR-Banken in Schleswig-Holstein zur Teilnahme am VR-Förderpreis Handwerk auf. Die Jury hatte dabei auch in diesem Jahr aus rund 30 zum Teil hochkarätigen Bewerbungen die Gewinner zu ermitteln.

Es war keine leichte Aufgabe. Das zeigte sich daran, dass am Ende nicht nur drei Preisträger feststanden, sondern auch zwei zusätzliche Sonderpreisträger ermittelt wurden.

» Die Teilnahme an diesem Wettbewerb ist eine gute Möglichkeit zu zeigen, was sich im Handwerk tut. «

Dr. Bernd Buchholz, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Lob vom Minister

Bei der Ehrung der Preisträger 2017 im Landeshaus in Kiel zeigte sich Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz von den Bewerbungen beeindruckt und bestätigte die Bedeutung dieses Preises. „Viele Betriebe haben sich beworben. Sicherlich auch, weil es eine gute Möglichkeit ist, zu zeigen, was sich im Handwerk tut.“ Und so zeigten die Bewerbungen die vielen Facetten des Handwerks – von Innovationen, über moderne Marketingkonzepte bis hin zu außergewöhnlichen Ausbildungsleistungen. „Handwerk ist ein dynamischer und aktiver Wirtschaftsbereich und sehr wichtig für Schleswig-Holstein“, so Buchholz.

Wahrnehmung für Leistungen der Betriebe steigern

Ähnlich wie der Minister lobte auch Günther Stapelfeldt als Präsident der Handwerkskammer Schleswig-Holstein das Engagement der VR-Banken im Land. „Unsere Betriebe im Handwerk sind meist zu klein, um sich eine eigene Presse- und Marketingabteilung zu leisten. So bleibt Handwerk häufig doch sehr anonym. Dieser Wettbewerb rückt die Betriebe in den Mittelpunkt und zeigt die Bedeutung des Handwerks, seine Vielseitigkeit und sein Leistungsvermögen.“

Preisträger

1. Platz (6.000 Euro)
Jan Witt GmbH aus Jevenstedt

Die familiengeführte Dachdeckerei überzeugte neben einer vorbildlichen Ausbildungsleistung, bei der auch leistungsschwächere Jugendliche erfolgreich durch die Lehre geführt wurden, vor allem mit einem weiteren Ansatz. Um einem Fachkräftemangel im Betrieb vorzubeugen, ermöglicht Witt zusätzlich auch Quereinsteigern (u.a. einem Versicherungskaufmann, einem ehemaligen Mathematikstudenten und einem Yogalehrer) durch gezielte Schulungsmaßnahmen den Einstieg in den Beruf des Dachdeckers.

2.Platz (4.000 Euro)
OT-Kiel GmbH & Co. KG

Das Unternehmen für Orthopädietechnik setzt sich seit 2012 für den Aufbau eines professionellen und hocheffizienten Netzwerks für Menschen mit Amputationen ein, für die es häufig keine weiterführende Therapie gibt. Dabei steht nicht nur die medizinische Versorgung im Vordergrund, sondern vor allem ein therapeutische Ansatz, der den Menschen ganzheitlich in den Mittelpunkt stellt.

3.Platz (3.000 Euro)
Brühl Friseure aus Rellingen

"Zwei Geschäfte unter einem Dach“ heißt das Marktkonzept der Firma. Die konsequent differenzierte Ansprache von unterschiedlichen Zielgruppen führte den Salon nachhaltig zum Erfolg. Es werden sowohl Friseur- und Serviceleistungen im gehobenen Preissegment angeboten wie auch - für die jüngere Zielgruppe - eine moderne, preisgünstige Alternative, die unter dem Label „brühl young style“ bekannt ist.

Sonderpreis (1.000 Euro)
Reetdachdeckerei Reimer und Hans-Hermann Ohm aus Norddeich

Reetdachdeckermeister Hans-Hermann Ohm wurde für die Idee und Umsetzung, einen jungen Mann aus Uganda auszubilden, ausgezeichnet. Im Anschluss an die Lehre wird die Rückkehr nach Uganda erfolgen, wo das erlernte Wissen beim Bau von Strohhütten zum Einsatz kommen soll. Eine vorbildliche Form von Entwicklungshilfe.

Sonderpreis (1.000 Euro)
Bootsbaumeister Jan Brügge aus Grödersby

Jan Brügge hat die Jury mit einem vorbildlichen Gründungsprozess überzeugt. Seit Start der Selbstständigkeit im Frühjahr 2016 ist die Werft sehr gut ausgelastet und hat dank der durchdachten Existenzgründung mittlerweile acht Mitarbeiter beschäftigt, darunter drei Lehrlinge.